Kihon Kendo Kata Seminar am 19.09.2015 mit Uwe Kumpf (7.Dan Renshi) in Erlangen

Am Samstag, den 19.09.2015, fand in Erlangen eine Weiterbildung für Prüfer des japanischen Schwertkampfes statt. 20 Prüfer aus ganz Deutschland fanden ihren Weg bis zur Werner von Siemens Turnhalle, wo sie schon mit Getränken, Obst und belegten Broten erwartet wurden.
Auch 15 Kendoschüler, darunter viele Mitglieder der Abteilung Kendo des ATSV, nahmen an dieser Weiterbildung teil, um sich für ihre kommenden Prüfungen vorzubereiten.

Thema dieser Weiterbildung war die Kihon Kendo no Kata, welche ab 2016 Bestandteil aller Prüfungen für den 6. bis 3. Kyu (Schülergrade) in Deutschland sein wird.
Kata sind eine genau festgelegte Abfolge von Bewegungen – wie Angriffs- und Kontertechniken. Diese werden im Kendo immer mit einem Partner und ohne Schutzbkleidung durchgeführt. Die hierdurch erlernten Techniken sollen später „im Ernstfall“ angewandt werden, also im Training mit Rüstung und im Freikampf.

Für diese Weiterbildung konnte Erlangen keinen geringeren als Uwe Kumpf (7. Dan Renshi) als Lehrgangsleiter gewinnen. Der seit 35 Jahren aktive Kendosportler ist nicht nur Präsident des hessischen Kendoverbands, sondern auch einer der wichtigsten Lehrer und Botschafter für Kendo in Deutschland, wofür er 2014 vom japanischen Generalkonsul Hideyu Sakamoto die Auszeichnung des japanischen Außenministeriums für sein ausgewöhnliches Engagement für die japanische Kultur verliehen bekam.

Um 10:30 Uhr startete der Lehrgang. Es wurden die ersten 5 Formen, von insgesamt 9, der Kata bis mittags 12:30 Uhr behandelt und durchgeführt. Auf das korrekte Erklären und Vorzeigen dieser wurde dabei besonderer Wert gelegt, wobei jeder Prüfer auch seine Qualitäten als Lehrer der japanischen Schwertführung unter Beweis stellen musste. Zum Mittag kehrte die Gruppe hungriger Schwertkämpfer in der Gaststätte des ATSV Erlangen ein, wo sie sich stärkten für 3 weitere Stunden Weiterbildung.

Punkt 14 Uhr ging es mit den verbliebenden 4 Formen der Kihon Kendo no Kata weiter. Im Anschluss stellten sich die Kendoschüler für das simulieren einer realen Prüfungssituation zur Verfügung, welche bis auf wenige „Schnitzer“, dank der hervorragenden Lehrmethodik von Uwe Kumpf, reibungslos ablief.

Eine knappe Stunde vor Ende hieß es dann ab in die Rüstung, um im freien Kampf (ji geiko) die zuvor geübten Kampftechniken anzuwenden. Auch Uwe Kumpf zog sich seine Rüstung an, um noch „ein paar Bayern zu verhauen bevor er gehe“, womit er natürlich Franken meinte. So ergab sich für viele Teilnehmer die seltene die Gelegenheit, mit der hessischen Frohnatur, das Schwert zu kreuzen.

Zum Ende des Trainings überreichte ATSV Trainer Christian Horneber dem Lehrgangsleiter Kumpf einen fränkischen Frühstückskorb mit regionalen Spezialitäten, um ihn für das „ausgefallene Frühstück“ zu entschädigen, welches seiner langen Anreise von Frankfurt geschuldet war.

Mit durchgehend positiver Resonanz, über die Weiterbildung und den ATSV verließen alle Prüfer Erlangen, um das erworbene Wissen auch in ihren Vereinen zu verbreiten.

Einen herzlichen Dank an Uwe Kumpf für den herausragenden Lehrgang, an alle Helfer aus dem ATSV für die tolle Organisation und auch an die zahlreichen Teilnehmer!

Text & Fotos: ATSV Erlangen

Mehr Fotos auf: https://www.facebook.com/BKenV

_DSC2705 _DSC3589Logo_ATSV_1898_Erlangen_e.V